IV. Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Ein Meteorologiestudium stellt recht hohe Anforderungen an Studierende. Ein physikalisches naturwissenschaftliches Interesse ist daher unerlässlich. In den ersten Semestern der Bachelor-Phase werden gemeinsam mit Studierenden der Physik die physikalischen und mathematischen Grundkenntnisse erworben und vertieft.
Zudem sollte der allgemeine Umgang mit einem Computer keine großen Schwierigkeiten bereiten. Die Kenntnis einer oder mehrerer Programmiersprachen wäre sehr hilfreich, ist meist aber nicht vorhanden. Im Rahmen von Lehrveranstaltungen findet ab Semester 3 eine Einführung in die Programmiersprache FORTRAN 95 sowie in das Scripting mit Unix statt.
An modernen numerischen Atmosphären- und Erdsystem-Modellen arbeiten Spezialisten aus unterschiedlichen Naturwissenschaftsbereichen. Daher erfordern diese Modelle für ihr Verständnis zunehmend mehr Wissen diverser Nachbardisziplinen (Ozeanographie, Geophysik, Bodenkunde, Chemie, Informatik,...).
Eine absolute Voraussetzung des Studienganges Meteorologie - wie auch jedes anderen naturwissenschaftlichen Studienganges - ist das Beherrschen von Englisch als Fremdsprache. Englisch ist die fast ausschließliche Sprache der Fachliteratur und der Wissenschaftsgemeinschaft.
Der Studiengang Meteorologie ist arbeitsintensiv. In den ersten Semestern der Bachelor-Phase beträgt der Anteil der Vorlesungen mit meteorologischem Inhalt weniger als ein Drittel der insgesamt zu belegenden Semesterwochenstunden. Den verbleibenden Teil nehmen zu etwa gleichen Teilen Mathematik- und Physikvorlesungen ein. Zu betonen ist, dass die Mathematik der Universität relativ wenig mit dem Mathematik-Unterricht der Schule zu tun hat.
IX. Muss ich mich gut mit Computern auskennen?
Als Student der Meteorologie sollte man keine Scheu vor Computern haben. Je mehr Kenntnisse bereits vor dem Studium vorhanden sind - inklusive Programmiersprachen - desto besser. Die Nutzung des Computers zur Kommunikation (E-Mail), Recherche und Textverarbeitung ist kaum noch zu umgehen. Ohne Vorkenntnisse ist es ratsam, sich zumindest so bald wie möglich damit auseinanderzusetzen. Im Rahmen von Lehrveranstaltungen wird eine Einführung in die Datenverarbeitung mit dem Betriebssystem UNIX (Linux) und der Programmiersprache FORTRAN 95 stattfinden, in der aber auch „Programmierneulinge“ nicht verloren gehen werden. Neben den institutseigenen Lehrveranstaltungen bietet auch das Regionale Rechenzentrum der Uni Hamburg regelmäßig Einsteigerkurse.
XVI. Welche Fächer sollte ich nicht abgewählt haben?
Nur wenige Abiturienten haben in der Schule einen wirklich auf das Studium vorbereitenden Unterricht in Physik, Mathematik, Chemie sowie Deutsch und Englisch gehabt. Dass die Abiturienten Kenntnislücken in vielen Bereichen haben, ist der Universität bekannt, sie versucht daher, auf einem dem typischen Studienanfänger entsprechendem Niveau anzufangen. Dennoch ist es natürlich klar, dass eine gute Vorbildung in den genannten Fächern die Startchancen an der Universität erhöhen. Schüler mit Interesse am Studium der Meteorologie sollten das bei der Wahl von Leistungskursen berücksichtigen. Wer keinen Schwerpunkt in Physik oder Mathematik hatte, ist jedoch nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es gibt viele Beispiele dafür, dass Studierende mit gutem mathematisch-physikalischem Grundverständnis und Arbeitswillen erfolgreiche Meteorologen geworden sind.
Vorlesungen präsentieren ein lexikalisches Wissen. Durch das Nacharbeiten des Stoffes kann man sich einen Überblick verschaffen und sehen, welche Sachverhalte man unbedingt wissen muss und von welchen es ratsam ist zu wissen, wo man sie findet. In diesem Sinne wiederholen die Vorlesungen der Experimentalphysik noch mal die gesamte Physik von Newton bis Einstein. Zur Mathematik kann man feststellen, auch Studienanfänger mit Matheleistungskurs und durchgehenden Noten im Bereich von 14 oder 15 Punkten haben mit der universitären Mathematik unter Umständen Probleme.
Für alle Meteorologieanfänger ist die Teilnahme am von der Physik angebotenen ‚mathematische Vorkurs’ zu empfehlen. Dieser findet immer ganztags in den zwei Wochen vor dem eigentlichen Vorlesungsbeginn statt (also 2 Wochen vor der Orientierungseinheit). Er dient dazu, die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Anfänger einander anzugleichen.
XVII. Englischkenntnisse?
Die gesamte einschlägige Literatur - Lehre und Forschung - ist auf Englisch verfasst. Entsprechend sollten mangelnde Englischkenntnisse bereits in den ersten Semestern des Studiums ausgeglichen werden. Dies kann privat oder auch durch universitäre Sprachkurse geschehen.



